Zumindest bei den normalen11x0 GS Modellen verbleibt ein Kraftstoffrest in der linken Tankbacke.

Die Menge die nicht von der Kraftstoffpumpe angesaugt werden kann richtet sich nach der Fahrweise. Bei Autobahnstrecken mit gleicher Geschwindigkeit ist sie am höchsten (gut 1,5 Liter), bei der schnellen Fahrt über wellige, enge kurvenreiche Strecken am kleinsten (0,3 Liter, fast nichts).Ich habe den Gedanken dies bei meiner alten 1100 GS irgendwie zu ändern verworfen weil der Aufwand nach meiner Meinung in keinem Verhältnis zum Ertrag steht, will aber versuchen die mir bekannten Möglichkeiten der Änderungen zu erklären.

ImageNormallösung (Bild 1): Die Kraftstoffpumpe drückt Kraftstoff aus dem Tank in den Vorlauf, der Regler (nicht gezeichnet) hält den Druck bei etwa 2,5 bar konstant und lässt überschüssigen Kraftstoff über den Rücklauf zurückfließen. Im Leerlauf wird der größte Teil des Kraftstoffs nur im Kreis gepumpt.



 

ImageLösung bei der GSA (Bild 2) ist die: Einfach, primitiv aber wirksam. Ein bißchen lästig ist das Gefummel mit der Schnellkupplung beim Tankab- und -anbau.

 


Siphonlösung (Bild 3): Eine Leitung verbindet die beiden Tankhälften. Am höchsten Punkt des Tankbodens führt ein Abzweig zum Einfüllstutzen. Der Abzweig ist verschließbar. ImageIm Idealfall wird er beim Schließen des Tankdeckels geschlossen. Man könnte es durch Abknicken eines Schlauches realisieren oder eine neue Öffnung am Tankstutzen durch eine (neue) Dichtung des Deckels beim Zuklappen verschließen. Auch ein manuell zu schliessendes Ventil ist denkbar.
Beim Tanken steigt der Pegel in Tank und Siphon gleichmäßig an. Wird der Siphonhals geschlossen so bleibt darin der Pegel konstant(!) und die Tankhälften werden gleichmäßig geleert. Physikalisch gesehen sind dadurch kommunizierende Gefässe hergestellt.
Nachteil: Wird einmal Luft angesaugt weil z.B. der verbleibende Rest schwappt oder der Deckel mit der "Spezialdichtung" geöffnet wird dann läuft der Siphon leer und der Effekt ist hinüber.

ImagePumpenlösung (Bild 4): Der Flüssigkeitsstrom des rückströmenden Kraftstoffs erzeugt in einer Strahlpumpe einen Unterdruck. Dieser genügt um den Rest der anderen Tankhälfte abzusaugen. Ein Antrieb im herkömmlichen Sinn ist nicht notwendig. Passagier- und Frachtjets verwenden dieses Prinzip. Überprüfen lässt sich das in jedem Chemiesaal eines Gymnasiums. (Die Idee ist von Hkuijer)
Ergänzung (nach einem Tip von Frank W):
BMW hat bei seinen PKW diese Lösung schon lange verwirklicht. Es gibt "zahllose" Varianten dieser Dinger. Als Beispiele seien genannt: Saugstrahlpumpe  EtNr: 16 14 6 755 880 (ca 70EUR; 10/2009); Saugstrahlpumpe EtNr: 11 61 1 708 578 (ca. 36 EUR)

Links:

4V Schneller volltanken bei R11x0
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